Die Wohnungswirtschaft im Aufhol- und Umdenkmodus – ipv® kann die Richtung weisen!

Mit der seit ca. 2005 fortschreitenden Privatisierung großer ehemals öffentlicher Wohnungsbestände ist der FM-Entwicklungsstand dieser gesellschaftspolitisch wichtigen Branche, die sich gemeinhin sehr bedeckt gibt, offensichtlich zu Tage getreten. Traditionell an Wohnraumversorgungs- und Stadtentwicklungszielen orientiert hat sich die öffentlich geprägte Wohnungswirtschaft bis heute nicht wirklich mit modernen FM-Konzepten auseinandergesetzt. Experten schätzen, dass die Branche in ihrer strukturellen Entwicklung sicher 15 Jahre hinter anderen Branchen „hinterherhinkt“. Langsam macht sich daher in der Wohnungswirtschaft die Erkenntnis breit, dass es um die Betreiberstrukturen in der Tat schlecht bestellt ist und Prozesse des Neuausrichtens und Umdenkens anzustoßen sind.

Folgt man der ipv®-Grundphilosophie der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung, so hat die Wohnungswirtschaft in der nächsten Zeit mindestens die fünf folgenden wichtigen Aufgaben zu lösen. Mit der Neuausrichtung des strategischen Zielsystems und damit einer Neubestimmung der FM-Betreiberziele lässt sich die erste wichtige Aufgabe umschreiben. Aufbauend folgt dann mit der strategiebasierten Entwicklung einer zeitgemäßen Aufbau- und Ablauforganisation die zweite Aufgabe. Die konsequente Ausprägung der immobilienwirtschaftlichen Managementdisziplinen Asset-, Property- und Facility Management steht hierbei deutlich im Vordergrund. Als dritte Aufgabe folgen die Neubewertung der Risikopositionen und ein zeitgemäßer Umgang mit dem Thema der Betreiberverantwortung. Die systemtechnische Flankierung neu definierter Prozesse durch eine adäquate Systemlandschaft und insbesondere die Nutzung moderner CAFM-Systeme folgt als vierte Aufgabe. Die Aufnahme des gesellschaftlich fortschreitenden Prozesses der Formulierung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitspositionen als mitgestaltender bzw. sogar entwicklungstreibender Gestaltungspartner kann dann als die fünfte und letzte Aufgabe gesehen werden.

Zugegebenermaßen ist die Wohnungswirtschaft in ihren Strukturen in höchstem Maße heterogen, vom einzelnen Wohnungseigentümer über öffentliche und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen bis hin zu privatwirtschaftlichen Fonds ist hier sicherlich alles vertreten. Trotzdem gelten die oben plakativ aufgeführten Aufgaben für einen großen Teil der Wohnungswirtschaft. Zunehmender Renditedruck auch durch neue Eigentümerstrukturen sowie veränderte gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen zwingen zum Handeln und lassen einer überwiegend in traditionellen Strukturen verhafteten Branche kaum eine andere Wahl als sich radikal zu verändern. Das Facility Management, das mit seinen Systemdienstleistungen zumindest in Deutschland seit rd. 20 Jahren zahlreichen Branchen bei ihren Veränderungsprozessen flankierend zur Seite gestanden hat und mit den Aufgaben gewachsen ist, wird auch in der Wohnungswirtschaft einen Beitrag leisten können. Zu offensichtlich treten die Veränderungsbedarfe zutage und zu groß ist das zu hebende Optimierungspotenzial, als das der bereits begonnene Restrukturierungsprozess nicht fortgeführt werden könnte. Klar ist, dass ein gesamtes Geschäftsmodell von der Strategie über die Organisation, die Prozesse und die Systeme bis hin zu den Mitarbeiterressourcen neu auszurichten ist und in einen organisatorischen Innovationsprozess überführt werden muss. Das ipv®-Konzept, das seit einigen Jahren zunehmend für zertifizierte FM-Produktqualität sorgt, kann hierbei sicherlich eine deutliche Richtung weisen und zum zentralen FM-Qualitätsmaßstab auch bei Systemdienstleistungen für die Wohnungswirtschaft werden.

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