Evaluation und Messung von Ergebnissen im FM – Beispiel Bewirtschaftungsverantwortung mit Verfügbarkeitszielen für technische Anlagen

Wesentliches Merkmal einer Systemdienstleistung im FM ist ihre Ergebnisverantwortung gegenüber dem Kunden. Zum Beispiel wird die Bewirtschaftung raumlufttechnischer Anlagen auf den FM-Dienstleister übertragen. Er fungiert also als Anlagenverantwortlicher mit „Schaltberechtigung“ und hat in seinem Angebot an den Kunden sowohl Inspektions-, als auch Wartungs-, Reinigungs- und Instandsetzungskosten sowie Prüfkosten kalkuliert. Damit ist er wirtschaftlich eigenständig im Handeln, wenn nicht eine Wertegrenze für z.B. betriebsuntypische Instandsetzungsereignisse vereinbart ist. Er muss also selbstständig für die erforderlichen Inspektionsgänge sorgen, um die Anlage bewerten zu können. Er füllt eigenständig Betriebsmittel nach und wechselt Filter aus. Er organisiert fristgerechte Prüfungen. Er hat für die Hygienereinigung der Anlage zu sorgen. Und der FM-Dienstleister muss sie wieder instandsetzen, wenn ein Defekt aufgetreten ist. Wie schnell er dabei sein muss und wie oft er inspiziert und wartet, ist direkt abhängig vom Zustand der Anlage und der vereinbarten Verfügbarkeit. Die Raumlufttechnische Anlage zur Versorgung der Server-Landschaft des Kunden wird andere Anforderungen an „zulässigem“ Ausfall erfüllen müssen als diejenige Anlage, die den Komfortbereich von Büros bedient.

Das hat natürlich auch entsprechende Auswirkungen auf das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser beiden Fälle. Aber die Qualität des FM-Dienstleisters wird immer daran zu messen sein, ob er die Verfügbarkeitsziele einhält.

Und neben diesem „Technischen Ergebnis“ ist für den Kunden natürlich auch das wirtschaftliche Ergebnis dieser Dienstleistung relevant. Der Einsatz von Stunden und Material an der Anlage in Bezug auf die Verfügbarkeitsanforderungen ist von entscheidender Bedeutung für die Qualitätsbewertung des Systemdienstleisters. Er verantwortet die Instandhaltungsstrategie an dieser Anlage und hat somit das Optimum an Aufwand zu erreichen. Dieses Ziel kann durch den Kunden nur mit Hilfe eines transparenten und aussagefähigen Berichtswesens des Systemdienstleisters über die Aufwendungen an der Anlage in den Bereichen Inspektion/Prüfung/Wartung/ Reinigung, Instandsetzung und Entstörung als geleistet und qualitativ hochwertig bewertet werden. Der Dienstleister muss die Ereignisse an der Anlage bewerten und daraus Schlussfolgerungen und Maßnahmen ableiten und zeigen können, die schlussendlich bei Einhaltung der Verfügbarkeit zu wirtschaftlichen Effekten führen. Und er darf natürlich dabei gesetzliche Betreiberpflichten und die aus dem technischen Regelwerk nicht „wegoptimieren“….

Praxisorientiertes Beispiel

Praktische Beispiele über solche ergebnisorientierten Leistungsbeziehungen zwischen Kunden und Systemdienstleistern im FM finden Sie auch auf www.dr-odin.de.

Werfen Sie einen Blick auf unseren kleinen Leitfaden zur Kommentierung von Beiträgen.

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