Hochverfügbarkeit im Betrieb von Rechenzentren

Die Zielsetzung ist klar definiert: ein unterbrechungsfreier Betrieb der Rechner auf der IT-Fläche, dem Kern eines Rechenzentrums. Dies bedingt eine hohe Verfügbarkeit der Facility Versorgungsinfrastruktur. Ungeplante Ausfälle gilt es zu vermeiden.

Die exakte Definition von Verfügbarkeit kann variieren. Grundsätzlich ist ein System verfügbar, wenn dieses innerhalb eines spezifizierten Zeitraumes funktionstüchtig ist. Das Verhältnis aus ungeplanter Ausfallzeit und gesamter Produktionszeit des Systems ergibt die Verfügbarkeit. Hochverfügbarkeit (>= 99,99 %) bedeutet die Fähigkeit eines Systems, bei Ausfall einer seiner Komponenten weiterhin einen uneingeschränkten Betrieb zu gewährleisten.

Beispiel: Für ein System, welches an 365 Tagen, 24 Stunden verfügbar sein muss, bedeutet dies 8.760 Gesamtstunden und entspricht 100 %. Eine Verfügbarkeit von 99,99 % bedeutet eine maximal erlaubte Ausfallzeit 0,876 Stunden im Jahr.

Formel

Das amerikanische Uptime Institute unterteilt die Verfügbarkeit von Rechenzentren in vier Klassen.

verfuegbarkeit_von_rechenzentren

Bezogen auf die technische Infrastruktur der Facility Anlagen ist eine höhere Verfügbarkeit mit hohen Investitionen sowohl in die Redundanz (N+1…2N) kritischer Systemkomponenten, wie unterbrechungsfreie Stromversorgungen, Kälteversorgung etc., als auch dem Betrieb und der Instandhaltung der Anlagen verbunden.

Angestrebt wird die Kombination einer sicheren technischen Infrastruktur ohne „Single Points of Failure“, gepaart mit der „nachhaltigen“ Sicherstellung der FM-Betriebsprozesse. Die Qualifizierung des FM-Betriebspersonals ist hierbei von hoher Bedeutung, um das Risiko im Betrieb (ungeplante Ausfälle) durch menschliche Bedienfehler zu reduzieren.

Mit verschiedenen wissenschaftlich fundierten Verfahren, z .B. einer „Failure Mode Effect Analysis“ kann eine technische Infrastruktur analysiert werden. Die

  • Identifikation von Risiken
  • Ermittlung der Verfügbarkeit von Anlagenkomponenten
  • Erarbeitung von Maßnahmen für eine sichere Instandhaltungsstrategie und
  • Ersatzteilverfügbarkeit

lassen sich nachgelagert definieren. In Kombination mit der Auswahl einer optimierten Infrastrukturstrategie und der insgesamt damit verbunden Reduzierung von Kosten kann dies für den IT-Dienstleister einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bedeuten.

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