Infrastrukturdienstleistungen in der Pharmabranche:
Kostensenkungen von bis zu 20%

In kaum einer Branche wirkt sich der wachsende Kostendruck so unmittelbar auf die Innovationsfähigkeit und damit auf die längerfristige Wettbewerbsfähigkeit aus wie in der Pharmaindustrie. Das liegt nicht zuletzt am regulatorischen Umfeld: Unter dem Primat der Kosteneindämmung im Gesundheitswesen schränken gesetzliche Vorgaben die Branche zunehmend in ihrer Preisgestaltung ein. Gleichzeitig stellt die öffentliche Hand immer weniger Anreize für Forschung und Entwicklung bereit. In der Folge wird die Aufrechterhaltung einer traditionellen Forschungspipeline für zahlreiche Unternehmen schlicht zu teuer. Zusätzlich setzt der wachsende Generika-Markt innovative Anbieter unter Druck.

Wer in dieser Situation bestehen will, muss auf der ganzen Linie die Kosten senken – und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die beachtlichen Einsparpotenziale von Infrastrukturprozessen wurden dabei  lange Zeit unterschätzt und rücken erst in jüngerer Zeit ins Blickfeld der Entscheider. Das Ziel der Vergabestrategie ist idealerweise, die kostspielige Komplexität zu reduzieren, indem man die Zahl der Schnittstellen zu externen Anbietern so gering wie möglich hält. Im Optimalfall identifiziert das Pharmaunternehmen einen Partner, der so viele Gewerke wie möglich abdecken und integrieren kann.

Je näher die erbrachten Infrastrukturdienstleistungen an die Kernprozesse heranreichen, so zeigen die Erfahrungen, desto höher die Einsparungen. Als vergabefähig haben sich über traditionelle Facility-Management-Aufgaben auch eine ganze Reihe pharmaspezifischer Prozesse erwiesen. Zu nennen sind etwa Energie- und Medienversorgung, Pharma-Produktionslogistik und Reinraum-Dienstleistungen. Unerlässliche Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Dienstleister die Erfüllung der Anforderungen an die Produktqualität und Verfügbarkeit von den allerersten Phasen der Umstellung an garantieren kann. Dies geht nur mit einem detaillierten Verständnis der Prozesse sowie sicherer Beherrschung der Standards und Richtlinien des regulatorisches Umfeldes.

Gerade in den produktionsnahen Bereichen eines Pharmaunternehmens muss der Dienstleister darüber hinaus bereit und in der Lage sein, die einschlägigen GMP-Auflagen des Kunden einzuhalten. Solche betreffen etwa die Versorgung mit Medien wie Druckluft, Stickstoff und hochreinem Wasser. Für eine schnelle und nahtlose Übergabe derartiger Prozesse ist es von Vorteil, wenn der Dienstleister in seinen eigenen Strukturen so aufgestellt ist, dass er sich jederzeit und überall in den größeren Rahmen der GMP-Organisation eines Kunden einbinden lassen kann. Infraserv Höchst hat zu diesem Zweck ein eigenes System entwickelt und implementiert, welches durch das anerkannte GMP-Auditing-Unternehmen blue inspection body zertifiziert ist. Es bildet den gesamten Zyklus der Good Manufacturing Practices in der Pharma-Industrie ab und ermöglicht die Erbringung flexibler und Performance-orientierter Site-Services auch nah am und sogar im kontrollierten Umfeld.

Integration in die GMP-Organisation des Kunden – gelebte Zusammenarbeit ist erfolgskritisch

Integration in die GMP-Organisation des Kunden – gelebte Zusammenarbeit ist erfolgskritisch

Am Standort Höchst beispielsweise beziehen Sanofi und Sandoz ihr Purified Water von Infraserv Höchst. Das Wasser wird entlang der gesamten Erzeugungs- und Lieferkette unter strengster Einhaltung aller einschlägigen Vorschriften und fachlichen Standards hergestellt und als fertiges Produkt an den Kunden übergeben. Dass dabei alle GMP-Anforderungen voll erfüllt werden, wird durch regelmäßige Auditierungen und Zertifizierungen seitens der Kunden sichergestellt.

Sanofi hat darüber hinaus den kompletten Betrieb des Gebäudes und der technischen Anlagen in seinem Forschungs- und Entwicklungs-Technikum an den Standortdienstleister übergeben. Für die damit verbundenen Dienstleistungen in Steril-Bereichen, an Lüftungsanlagen sowie rund um den Reinraum gelten naturgemäß ebenfalls strengste GMP-Auflagen. Dementsprechend ist Infraserv Höchst vollständig in das Qualitätsmanagement des Kunden eingebunden, was ein Höchstmaß an Eigenverantwortung bei uneingeschränkter Unterordnung unter die Vorschriften des Kunden voraussetzt.

Das Ergebnis: Die Pharmaunternehmen am Verbundstandort Industriepark Höchst realisieren durch derart stringente Auslagerung Kostensenkungen von bis zu 20%. Erhöhte Kostentransparenz, schnelle und substantielle Kostensenkung, Capex für das Kerngeschäft, Verbesserung der Finanzkennzahlen, Variabilisierung der Fixkosten sowie Reduktion der Headcounts – es lohnt sich, den Bereich der Infrastrukturdienstleistungen so weit wie möglich zu fassen und ein breites Spektrum an Dienstleistungen aus einer Hand zu beziehen.

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