Strategisches Facility Management bei Corporates und der Ansatz FM-Excellence

In den vergangenen Jahren jagte eine Trendstudie im Bereich Corporate Real Estate und Corporate Facility Management die nächste. Allen gemeinsam ist das Verständnis, dass sich die Infrastruktur-Ressourcen im Unternehmen zu strategischen Ressourcen und damit für die (erfolgreiche) Zukunft unabdingbar sein werden. In der Konsequenz werden auch die sogenannten Sekundärprozesse eine völlig neue Bedeutung erfahren – Vergleiche mit der Unternehmens-IT und deren strategischer Bedeutung  werden bereits gezogen (vgl. RICS-Studie „Raising the bar“, S. 16f „The IT example: From back room to board room“).

Sind die (internen) Corporate Facility Management Organisationen diesem Trend gewachsen und wie bildet sich dies in Zukunft ab? Gibt es (externe) Dienstleister, die vergleichbar mit global agierenden IT-Outsourcing-Unternehmen die Prozesse in geeigneter Art und Weise und in enger Verzahnung mit dem Kerngeschäft abzubilden?

Für die Bewertung und Strukturierung von Corporate FM Organisationen hat die Initiative Strategisches Facility Management mit dem allseits beachteten Reifegrad-Modell bereits die Basis gelegt, das von zahlreichen großen und international tätigen Corporates bereits angewendet und verprobt wurde. In insgesamt sechs Management-Perspektiven (Strategie & Ziele, Organisation & Prozesse, Markt & Produkte, Personal & Führung, Finanzen & Wirtschaftlichkeit, Risikobeherrschung) wird die professionelle Organisation von Corporate FM bewertet. Entscheidend ist aber, dass neben der Messung (und Optimierung) der internen Performance der FM-Organisation, auch die Qualität der integrativen Verzahnung zum Kerngeschäft berücksichtigt wird. Basis für diesen Denkansatz ist die Erkenntnis, dass in sich selbst die beste FM-Organisation keinen Nutzen bringt, wenn die strategische Einbindung in die Wertschöpfungs-Prozesse nicht stattfindet.

Durch die Einbindung von Facility Management in die wertschöpfenden Prozesse ist es nur folgerichtig, dass auch zugekaufte Facility Services – also extern ausgelagerte operative Leistungen zur Durchführung infrastruktureller oder technischer Services – eine Verzahnung mit den Wertschöpfungs-Prozessen erfahren müssen. Mit der FM-Excellence-Initiative, deren Spitze die System-Dienstleistung mit integraler Prozessverantwortung (ipv®) haben einige namhafte Dienstleister den Grundstein gelegt. Seit kurzem wird dieser Weg auch durch Berater unterstützt, die neben Fach-Know-How, auch über die notwendige prozessuale und strategische Kompetenz verfügen.

ipv®-Dienstleister sind also Unternehmen, die die Verzahnung mit den Wertschöpfungs-Prozessen der Auftraggeber als wesentliches und zukunftsfähiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber anderen Dienstleistern ausgebildet haben.

Konkrete Beispiele hierfür, werden auf www.ipv-denkfabrik.de zahlreich dargestellt, daher soll hier darauf verzichtet werden. Wesentlich ist aber die notwendigen Fähigkeiten und den Stand der derzeitigen Umsetzung auf Dienstleister-Seite darzustellen:

  1. ipv® Facility Services Provider verfügen über eine Organisation zur professionellen Eigensteuerung und Eigenkontrolle, inkl. laufendem KVP.
  2. ipv® Facility Services Provider verstehen neben professioneller operativer Leistung auch die Umsetzung von gesetzeskonformer Dokumentation.
  3. ipv® Facility Services Provider verfügen über Branchen-Know-How ihrer Auftraggeber.
  4. System-Dienstleister (ipv®) sind nicht zwangsläufig Komplett-Dienstleister!

Diese 4 Punkte sind gemeinsames Verständnis, aber auch bereits realisierter Rahmen auf Dienstleister-Seite, um eine Verzahnung mit den Wertschöpfungsprozessen der Auftraggeber zu realisieren und die Corporate Facility Management Abteilung von operativer Steuerung zu entlasten. Dadurch können diese ihrer (zukünftigen) strategischen Rolle gerecht werden. Die Basis ist gelegt, Pilot-Projekte sind umgesetzt, die Trends bis 2020 weisen in eine eindeutige Richtung.

Ein Kommentar

  1. Sarah says:

    Facility Management sorgt für einen langfristigen Erhalt oder eine Erhöhung der Vermögenswerte von Unternehmen in Form von Bausubstanz, Anlagen und Einrichtungen (Facilities). Durch den sparsamen und gezielten Einsatz von Ressourcen begrenzt und verringert FM die gebäude- und servicebedingten Kosten über den gesamten Lebenszyklus. FM schafft Transparenz in Randbereichen eines Unternehmens und entlastet Management und Mitarbeiter in Sekundärprozessen. Durch eine optimale Arbeitsplatzgestaltung sorgt FM für erhöhtes Wohlempfinden bei den Mitarbeitern und steigert so indirekt die Produktivität. Somit leistet FM einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg.

    VG
    Sarah

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