Wilfried Schmahl (STRABAG Property and Facility Services GmbH) über ipv®

In einem Kurzinterview mit Wilfried Schmahl, Geschäftsführer der STRABAG Property and Facility Services GmbH und Sprecher des Arbeitskreises ipv®, erfahren wir, warum ipv®  und die Qualität von Systemdienstleistungen immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Wilfried Schmahl

Herr Schmahl, für welche Art von Beauftragung im Facility Management sind ipv® zertifizierte Dienstleister besonders interessant?

Wilfried Schmahl: Die Beauftragung externer FM-Dienstleister kann in unterschiedlichem Umfang erfolgen. Die Vergabe von Einzeldienstleistungen ist nach wie vor die häufigste Art der Beauftragung, bei der einzelne Gewerke bzw. Dienstleistungen verrichtungsorientiert vergeben werden; bei der Paket-Dienstleistung erwirbt der Auftraggeber eine Managementleistung. Der Trend geht jedoch, parallel mit der Professionalisierung der FM-Branche, immer mehr hin zur Beauftragung von Systemdienstleistungen, d.h. umfassende Übertragung von Verantwortung für nicht zum Kerngeschäft gehörende Sekundärprozesse eines Unternehmens. Und genau für dieses Produkt und dessen Qualität spielt die ipv®-Zertifizierung von FM-Dienstleistern eine bedeutende Rolle und liefert dem Kunden einen Mehrwert in der ergebnisorientierten Leistungserbringung.

Was genau ist der Nutzen der ipv®-Zertifizierung?

WS: Diese sehr breite Übertragung von Verantwortung setzt beim Auftragnehmer natürlich eine höhere Qualifikation voraus. Mit der Zertifizierung der Integrale Prozess Verantwortung hat der Dienstleister den Nachweis erbracht, dass er die Befähigung zur Übernahme der rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Verantwortung für diese Sekundärprozesse eines Unternehmens besitzt. Dies beinhaltet u. a. stabile, verlässliche und transparente Prozesse, die mit der klaren Verantwortungs- und Risikoverteilung zwischen Auftraggeber- und Auftragnehmerseite einhergehen. Hinzu kommen bedarfsgerecht und effizient geschnürte Leistungspakete, die sich im Hinblick auf die Senkung der Betriebskosten rechnen.

Bedeutet das für den Auftraggeber nicht ein Eingreifen in seine unternehmerische „Privatsphäre“?

WS: Eine berechtigte Frage. Die Bereitschaft, seinen Dienstleister in die unternehmerischen Prozesse einzuweihen und sich zu öffnen, ist eine grundlegende Voraussetzung für die Auslagerung von FM-Dienstleistungen: es bedeutet auf der einen Seite ein „Loslassen“ des Auftraggebers und geht gleichzeitig mit einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit einher. Dennoch greifen wir als Dienstleister nicht in das Kerngeschäft des Kunden ein. Sekundärprozesse optimieren, ohne die Primärprozesse zu beeinträchtigen, auch das ist ein Element von ipv®. Im Grunde basiert eine reibungslose Zusammenarbeit auf der Identifikation mit den Zielen des Kunden und Vertrauen. Vertrauen darauf, dass der Dienstleister sein Handwerk versteht und dessen Beauftragung eine Bereicherung für den Auftraggeber darstellt. Und genau dieses Vertrauen möchten wir auch mit der ipv®denkfabrik aufbauen – durch Wissensaustausch, Darlegung von Expertise, Transparenz, Aktualität und Zeitgeist.

→ ipv® – 3 Buchstaben für Qualität von Systemdienstleistungen im Facility Management

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